Seit wir wieder zurück sind, hat sich einiges verändert. Cleo geht seit unserer Rückkehr zwei Tage pro Woche in die Kita, Marie arbeitet wieder – und Ivo hat einen fixen Papitag. So haben wir alle neue Aufgaben und neue Orte, an denen wir wachsen.
Marie unterrichtet wieder an der Uni, Ivo hat einen Meditationskurs gegeben, und Cleo unterrichtet uns fortlaufend in Lebens- und Freudeskunst.
Es ist wunderschön mitzuerleben, wie sie die Welt entdeckt – im wahrsten Sinn des Wortes. Alles wird angefasst, erforscht, geschmeckt oder genau angeschaut. Sie erweitert Tag für Tag ihre persönliche Datenbank an Erfahrungen.
Zum Glück ist sie nach wie vor ein Sonnenschein. Besonders im öffentlichen Verkehr freut sie sich sehr: Sie strahlt die Menschen an, versucht sie zu berühren und plappert fröhlich vor sich hin. Mit ihren grossen, neugierigen Augen sucht sie ständig nach neuen Eindrücken und freundlichen Gesichtern.
Anfangs kam uns die Schweizer Kultur im Vergleich zur griechischen und türkischen eher zurückhaltend vor. Ein kleiner Kultur-Clash. Gleichzeitig schätzen wir die Vorzüge der Alpenregion – und die kurzen Wege innerhalb Europas.
Unterwegs zwischen Familie und Kita-Alltag
Auch wenn dieser erste Kita-Winter von einigen Infekten begleitet war, konnten wir viele schöne Momente teilen. Wir haben unsere Familien in Belgien, Deutschland und Italien besucht – immer mit dem Zug.
Mittlerweile sind wir beim Zugfahren ein eingespieltes Team, und auch das Packen geht nach wie vor erstaunlich schnell.
Mit dem Kita-Start hat auch das Thema Beikost Fahrt aufgenommen. Manchmal klappt es ganz gut mit dem Brei, manchmal weniger – und das ist völlig okay. Uns ist wichtig, dass Cleo Freude daran hat, die kulinarische Welt mit uns zusammen zu entdecken.
Adventszeit und erste Meilensteine
Die Adventszeit war mit Cleo besonders zauberhaft. Jeden Abend haben wir eine Kerze angezündet, Ivos Adventskalender geöffnet und ein neues Ritual gepflegt: jeden Abend ein Weihnachtslied singen.
Anfang Dezember ist Cleos erster Zahn durchgebrochen – genau während der Rückreise aus Brüssel. Vielleicht hätte sie gerne mit uns Waffeln und Schokolade probiert. Der zweite Zahn folgte Anfang Januar.
Ihr erstes Weihnachtsfest haben wir im Schwarzwald verbracht, wo Maries ganze Familie zusammenkam. Unter dem Weihnachtsbaum spielte Cleo mit ihrer Cousine und ihrem Cousin. Wir hatten richtig schöne Tage – inklusive mehrerer Schwarzwälder Kirschtorten.
Über Silvester waren wir dann in einer unbewarteten Hütte im Tessin mit Freundinnen und Freunden. Zwei Nächte ohne Heizung und ohne fliessendes Wasser – dafür mit viel Lachen, gutem Essen, Sonnenschein und Wanderungen mit einer magischen Aussicht. Von der Hütte aus konnten wir gleichzeitig den tiefsten und den höchsten Punkt der Schweiz sehen.
Mit einem nächtlichen Feuer und weitem Blick haben wir dieses wunderbare Jahr 2025 feierlich abgeschlossen.
Ein bewegter Start ins neue Jahr
Das Jahr 2026 begann für uns mit einer Zugfahrt nach Südtirol über Mailand, wo wir wieder herrlich chinesisch essen waren. In Südtirol verbrachten wir sonnige Tage bei Ivos Familie, spielten Risiko und waren viel draussen unterwegs.
So waren wir innerhalb von 14 Tagen an vier verschiedenen Orten, haben viele Menschen gesehen – viel Familienzeit und gleichzeitig Raum für neue Pläne und Visionen für 2026. Diese Mischung aus Bewegung, Begegnungen und kleinen Alltagsmomenten fühlt sich für uns gerade sehr stimmig an.
Für das neue Jahr haben wir uns vorgenommen, jeden Monat ein fixes Bergwochenende zu machen. Mal schauen, wohin es uns überall verschlägt. Vielleicht gibt es also bald wieder Updates und Geschichten von uns dreien.
Zurück in der Schweiz: Neue Routinen, kleine Abenteuer und viele erste Male
Nach der Rückkehr in die Schweiz findet ihr als Familie neue Routinen, reist quer durch Europa und erlebt viele erste Male. Ein persönlicher Einblick in euren Winter zwischen Kita, Adventszauber und Bergabenteuern.